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Die schriftliche Bewerbung
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Die schriftliche Bewerbung ist in den
meisten Fällen das erste Mal, dass euer potenzieller
Arbeitgeber euch kennen lernt. Denkt daran: Der erste
Eindruck ist entscheidend. Entweder eure Unterlagen überzeugen
oder ihr seid bereits in dieser Runde aus dem Rennen. Wollt
ihr euer Ziel - die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch
- erreichen, solltet ihr also viel Sorgfalt auf eure
schriftliche Bewerbung verwenden. Überzeugt sowohl formal
als auch inhaltlich.
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Vollständige
Unterlagen
- Das Deckblatt
- Das Bewerbungsschreiben
- Der Lebenslauf
- Das Foto
- Zeugniskopien
- Bescheinigungen/Zertifikate (z.B.
Qualifikationen, Weiterbildung)
Anschreiben
Das Anschreiben folgt einer einfachen Gliederung. Dem
obligatorischen Briefkopf folgt die Betreffzeile mit der
Stellenbezeichnung und der Quelle. Im Adressfeld und in der
Anrede solltet ihr den Adressaten namentlich ansprechen.
Vorteilhaft ist ein vorheriger telefonischer Kontakt. In
diesem Fall bezieht ihr euch in der ersten Zeile auf das
Gespräch. Anschließend schildert ihr in ein bis zwei Sätzen,
weshalb ihr euch auf diese Stelle bewerben wollt. Nun bringt
ihr die Belege für eure fachlichen und persönlichen Fähigkeiten
an. Den Brief beendet ihr mit der Erklärung, dass ihr euch
über ein persönliches Gespräch freuen würdet. Das
Anschreiben sollte möglichst eine Seite nicht überschreiten.
"Hiermit
bewerbe ich mich ...". Mindestens jede zweite Bewerbung
beginnt mit diesem Satz. Eure hoffentlich nicht! Lasst euch
unbedingt einen besseren Einstieg einfallen, z.B.: "Mit
großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen und möchte
mich Ihnen vorstellen als ...", oder "Sie sind ein
Unternehmen, das ..., und ich habe .... zu bieten." Ein
gelungener Auftakt ist beim Bewerbungsanschreiben das A und
O. Hebt euch wohltuend von der Konkurrenz ab und verzichtet
auf typische und sehr langweilige Eröffnungen.
Nach der Eröffnung
geht es darum, knapp und überzeugend dafür zu
argumentieren, dass ihr der bzw. die Richtige für die zu
besetzende Stelle seid. Auf welche Qualitäten, also
Kenntnisse, Fähigkeiten, Eigenschaften (Selbstanalyse), die
z.B. den im Anzeigentext genannten Forderungen entsprechen,
könnt ihr verweisen. Findet eine plausible Antwort auf die
Frage: Warum wollt gerade ihr in besagtem Unternehmen
arbeiten? Und warum sollte der Personaler gerade dich
einstellen?
Auch der Schluss
der Bewerbung sollte nicht in Plattheiten abgleiten. Schließlich
klingt der letzte Satz noch einige Minuten im Gedächtnis
nach. Verweist an dieser Stelle ruhig einmal auf ein mögliches
Vorstellungsgespräch. Etwa kurz und bündig in dieser Form:
"Über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch
freue ich mich." Oder: "Für alle weiteren Fragen
stehe ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch zur
Verfügung."
Aber vergesst
nicht: In der Kürze liegt die Würze. Der
Personalentscheider hat weder Lust noch Zeit, Romane zu
lesen. Die Sätze sollten keine Rechtschreib- oder
Kommafehler enthalten. Am besten lassen ihr Freunde oder
Bekannte Korrektur lesen. Verwendet gutes, nicht liniertes
Papier.
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Lebenslauf
In der Regel erwarten Arbeitgeber den Lebenslauf in
maschinen- bzw. PC-geschriebener Form. Nur selten bitten Sie
um einen handgeschriebenen Lebenslauf oder überhaupt um
eine Handschriftenprobe. Sie erhoffen sich davon, Aufschluss
über die Persönlichkeit des Bewerbers zu bekommen. Übrigens:
Der Lebenslauf darf ruhig länger als eine Seite sein.
Schließlich sollten folgende Punkte auf jeden Fall im
Lebenslauf enthalten sein:
- Persönliche Daten (Vor- und Zuname,
Geburtsdatum und -ort, nicht zwingend, aber durchaus üblich
Familienstand, Staatsangehörigkeit)
- Schulbildung (besuchte Schulen,
Schulabschluss)
- Weiterbildung (Fremdsprachen)
- Sonderinformationen (z.B.
Auslandsaufenthalte)
- Besondere Kenntnisse (z.B. EDV etc.)
- Hobbys/Interessen (ehrenamtliches,
soziales Engagement, Sport, Politik etc.)
- Ort, Datum, Unterschrift
Verzichtet
nicht darauf, Hobbys und Interessen zu nennen. Besonders in
diesem Punkt könnt ihr ein rundes Bild Ihrer Persönlichkeit
entwerfen.
Foto
Ein Personalchef, der eure Unterlagen erhält, wird zuerst
das Foto "unter die Lupe nehmen". Er wird sich in
Sekundenschnelle ein Urteil bilden: Sympathisch oder
unsympathisch? Mürrisch oder freundlich? Zugewandt oder
verschlossen? Mit diesem Bild im Hinterkopf beginnt der Chef
deine Bewerbung durchzulesen. Auch wenn der vom Aussehen
abgeleitete erste Eindruck völlig falsch sein kann,
verlassen sich doch die meisten Personalchefs auf ihr
spontanes Vor-Urteil. Die Macht der Bilder könnt ihr für
euch nutzen. Ein guter Fotograf kann jeden ins rechte Licht
rücken. Wählen am besten ein Format etwa von 6 x 4 cm
(also etwas größer als das normale Passfotoformat).
Bei
der Farbwahl liegt ihr mit Schwarz-Weiß-Fotos im Trend.
Kleidung und - bei Mädchen - Make-up sollten dezent und der
angestrebten Position angemessen sein. Die Haare sollten
gepflegt sein und auf keinen Fall die Augen verdecken.
Ansonsten gilt: Lächelt, was das Zeug hält, macht ein
freundliches Gesicht.
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Die Dritte
Seite
Schätzt einmal, wie viel Zeit sich der
"durchschnittliche Chef" nimmt, um sich eine
Bewerbung anzusehen? Es sind mickrige 30 bis 60 Sekunden.
Nur ganz selten nimmt sich ein Personalentscheider 5 bis-10
Minuten für die erste Durchsicht. Bei Hunderten von
Bewerbungen, die oft auf ein Stellenangebot eingehen, ist
das jedoch kein Wunder. Erst im zweiten Durchgang werden die
Unterlagen intensiver studiert, wenn sich die Favoriten (zu
denen ihr hoffentlich zählt) bereits herauskristallisiert
haben. Und in diesem Moment stößt der Personalchef auf die
in deinen Unterlagen mit der verheißungsvollen Überschrift:
"Was Sie sonst noch von mir wissen sollten …"
oder schlicht "Meine Motivation".
Die sogenannte Dritte Seite kommt für die
meisten Personalentscheider noch ziemlich überraschend und
zieht Aufmerksamkeit auf sich. Wem es an dieser Stelle
gelingt, in wenigen kurzen Sätzen einen überzeugenden
Eindruck zu vermitteln, hat äußerst gute Chancen auf ein
Vorstellungsgespräch. Inhaltlich darf die auf dieser Seite
gewählte "Information" in Zusammenhang stehen mit
Aussagen im Anschreiben und Lebenslauf.
Der Vorteil:
Eine Dritte Seite" transportiert zusätzlich, richtig
konzipiert, die entscheidenden Argumente, warum du als
Bewerber unbedingt in die engere Auswahl gehörst. Das Auge
bleibt am Ungewöhnlichen hängen und lädt zum Lesen ein.
Besonders empfiehlt sich eine Dritte Seite für alle, denen
immer noch eine Handschriftenprobe abverlangt wird. Anstatt
beispielsweise stumpfsinnig Texte aus Zeitungen
abzuschreiben, wird aus der Not eine Tugend. Auch
handschriftlich kann die Dritte Seite deinen potenziellen
Arbeitgeber von deinen Fähigkeiten und deiner Persönlichkeit
überzeugen.
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Checkliste
- Formal richtig bewerben
Dein Anschreiben ist umwerfend, dein Bild lächelt und der
Lebenslauf ist perfekt. Das alles nutzt nichts, wenn du
formal grob fahrlässig handelst. 80 Prozent% aller
Bewerbungen scheitern bereits auf den ersten Blick, weil
Rechtschreibfehler, Eselsohren und Tintenflecken auf wenig
Sorgfalt und Liebe schließen lassen. Hier auf einen Blick
die wichtigsten formalen Punkte, die du unbedingt einhalten
solltest:
- Verwende für Anschreiben und
Lebenslauf nur gutes weißes, evtl. auch dezent getöntes
Papier.
- Benutze einen Computer mit möglichst
gutem Drucker.
- Achte auf Rechtschreibung, Grammatik,
Zeichensetzung.
- Wichtig: gute Platzeinteilung und
angemessene Ränder (ca. 4 cm links, 3 cm rechts).
- Vermeide Flecken, Eselsohren.
- Verwende für die Anlagen nur gute,
unverknickte Fotokopien.
- Kontrolliere die Reihenfolge deiner
Unterlagen:
- evtl. ein Deckblatt mit Foto
- - Bewerbungsschreiben
- Lebenslauf
- evtl. Dritte Seite
- Zeugnisse (Kopien)
- ggf. Zertifikate/Referenzen
Generell gilt: Je wichtiger die Unterlage, desto weiter
vorne abheften.
- Als Mappe eignen sich Thermoschnell-
bzw. Spiralbindungssysteme mit Overheadfolie und
Kartondeckel.
- Deine Bewerbung sollte einfach zu
durchblättern und gegebenenfalls zu vervielfältigen
sein.
- Benutzt zum Versand einen ausreichend
frankierten Din-A-4-Umschlag mit verstärktem Rücken.
Und ab geht die Post
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